Zum 75. Jahrestages der Einrichtung des KZ Buchenwald
"Obwohl er selbst im Ghetto on Lodz aufwuchs und seine Mutter von den Nationalsozialisten ermordet wurde, gelingt es Jurek Becker, ohne pathetische Anklagen, aber mit viel Humor in seinem 1969 erschienenen ersten Roman "Jakob der Lügner" das Leben unter der nationalsozialistischen Willkür zu schildern. "Jakob der Lügner" ist tragikomisch, aber Jurek Becker verharmlost nichts und verfällt auch keinem Euphemismus. Gerade weil er weder spektakuläre Szenen noch großartige Helden vorführt, sondern mit einfühlsamer Liebe zum Detail und vielen originellen Einfällen vom Alltagsleben der kleinen Leute in einem Ghetto erzählt, bleibt der Leser betroffen zurück." (dieterwunderlich.de)
Der ehemalige Firmensitz von J.A. Topf & Söhne ist ein authentischer Ort der Mittäterschaft der Industrie am Holocaust. In Sichtweite zum Mahnmal auf dem Ettersberg erinnert der Erfurter Literaturverein an die Errichtung des KZ Buchenwald vor 75 Jahren.
