Zum 100. Todestag von Mark Twain: „Man nehme eine Keule und meide die Gelenke“

Zum 100. Todestag von Mark Twain: „Man nehme eine Keule und meide die Gelenke“

Zum 100. Todestag von Mark Twain: „Man nehme eine Keule und meide die Gelenke“
Der Schauspieler Olaf Müller las aus „Bummel durch Europa“

Wann:08. April 2010
Beginn:20:00 Uhr
Wo:Europäisches Informationszentrum, Regierungsstraße 73
Autor:Mark Twain (1835-1910)
Werk:Bummel durch Europa
Es liest:Olaf Müller (Schauspieler aus Erfurt)

„Eines Tages fiel mir ein, dass der Welt schon seit Jahren nicht mehr der Anblick eines Mannes geboten worden war, der Verwegenheit genug besaß, zu Fuß eine Reise durch Europa zu unternehmen. Gründliches Nachdenken überzeugte mich, dass ich geeignet war, der Welt zu diesem Anblick zu verhelfen.“

Mit diesen süffisanten Worten beginnt der amerikanische Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain, seinen Reisebericht "Bummel durch Europa". 1878, zwei Jahre, nachdem der Roman "Tom Sawyers Abenteuer" erschienen war und dem Autor endgültig literarischen Ruhm beschert hatte, reiste er nach und durch Europa, allerdings, wie sich zeigte, weniger zu Fuß als per Zug, Kutsche und, einige Kilometer, per Floß. Twains Europareise begann in Deutschland und führte ihn über die Schweiz nach Italien. Seine Eindrücke und Erlebnisse veröffentlichte er 1880 unter dem Titel „Bummel durch Europa“, einem überaus vergnüglichen Reisebericht, in dem mit voller Wucht die „Alte“ und die „Neue“ Welt aufeinanderprallen. Er erzählt von Hamburg und Frankfurt, von Heidelberg und den Alpen und eröffnet dem Leser nebenbei ungeahnte Einsichten über die europäischen Essgewohnheiten. Dank Twain lernt man zum Beispiel, ein Huhn auf deutsche Art zu tranchieren: „Man nehme eine Keule und meide die Gelenke“.