George Sand beim Franzosen

George Sand beim Franzosen

George Sand beim Franzosen
Gitte Glase-Winkler liest aus der Novelle "Pauline" im Wein- und Käsegeschäft "Der Franzose" in der Bergstraße

Wann:12. April 2012
Beginn:20:00 Uhr
Wo:"Der Franzose", Bergstr. 3
Autor:George Sand (1804-1876)
Werk:Pauline
Es liest:Gitte Glase-Winkler aus Erfurt

„Ich habe den ganzen Tag gearbeitet. Am Abend hatte ich zehn Verse gemacht und eine Flasche Schnaps getrunken; sie hatte einen Liter Milch getrunken und ein halbes Buch geschrieben.“ Es war eine gewisse Resignation, die in Alfred de Musset mitschwang, als er über die ungeheure Arbeitsproduktivität seiner Geliebten George Sand schrieb. Und in der Tat: als die französische Schriftstellerin 1876 im Alter von 71 Jahren starb, hinterließ sie ein Werk, welches über 180 Bände und annähernd 40.000 Briefe umfasste.

In ihren Romanen und Erzählungen setzte sie sich vor allem für feministische und sozialkritische Ziele ein. Sie rebellierte zum Beispiel gegen die Beschränkungen, die die Ehe als Institutionen ihren Geschlechtsgenossinnen im 19. Jahrhundert auferlegte. Und so lebte sie auch ihr Leben: Die als Amandine-Aurore-Lucile Dupin de Francueil geborene Schriftstellerin legte sich mit George Sand einen männlichen Künstlernamen zu und nahm die Gewohnheit an, von sich nur in der maskulinen Form zu sprechen. Und sie machte Furore mit ihren zahlreichen Liebhabern, zu denen neben Alfred de Musset unter anderen auch Frédéric Chopin zählte.