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Rückschau
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24. November 2009 - Michaeliskirche
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Dr. Torsten Unger
(Journalist und Moderator aus Erfurt
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"Sternstunden der Menschheit"
"Georg Friedrich Händels Auferstehung / Marienbader Elegie"
von Stefan Zweig
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„Solche dramatisch geballten, solche schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde
Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist,
sind selten im Leben eines Einzelnen und selten im Laufe der Geschichte. [...] Ich habe sie so genannt,
weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen.“ Dies schrieb Stefan Zweig
1927 über seine gerade erschienenen 14 historischen Miniaturen über Ereignisse, die die Welt veränderten.
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28. Oktober 2009 - RAe Spilker & Collegen
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Eckart Freiherr von der Trenck
(Schauspieler aus Weimar
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"Gelée Royale / Mrs. Bixby und der Mantel des Obersts"
von Roald Dahl
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Es gibt wohl kaum ein Kind im angelsächsischen Sprachraum, das nicht mit den Geschichten von Roald Dahl
aufgewachsen ist: „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Hexen hexen“ oder „James und der Riesenpfirsich“ sind
nur seine bekanntesten Werke für Kinder.
Doch es war vor allem sein feiner angelsächsischer schwarzer Humor, der ihn weltbekannt machte: zum Beispiel die
Geschichte von der Lammkeule, die zum Mordwerkzeug mutiert und auf bemerkenswerte Weise entsorgt wird oder die akribische
Beschreibung der wundersamen Wirkung von Bienensekreten auf den menschlichen Körper. Die Kurzgeschichten "Gelée Royale"
und "Mrs. Bixby und der Mantel des Obersts" präsentierten die LesArten im Oktober 2009.
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30. September 2009 - Haus der sozialen Dienste
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Jürg Wisbach
(Schauspieler aus Erfurt
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"Exil"
von Lionel Feuchtwanger
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In den ersten Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verließen mehr als 30.000 Deutsche ihre
Heimat, da sie unter dem neuen Regime ihres Lebens nicht mehr sicher waren. In den folgenden zwölf Jahren des „Tausendjährigen
Reichs“ sollten ihnen unzählige Schicksalsgenossen folgen, unter ihnen immer mehr Bürger jüdischen Glaubens. Vor allem Frankreich
war das Ziel vieler Flüchtlinge.
Auch der Münchner Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der sich seit Herbst 1932 auf einer Vortragsreise in den USA befand und nach
dem 30. Januar 1933 nicht mehr zurückkehren konnte, ließ sich in Frankreich nieder. Hier entstand in den Jahren 1935 bis 1939
sein Roman „Exil“, in dem in eindringlichen Worten das harte Leben der Exilanten in der Fremde schildert, das nicht selten in
Resignation und Verzweiflung mündete.
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20. August 2009 - Museum für Thüringer Volkskunde
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Klaus Heydenbluth
(Schauspieler aus Erfurt
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"Der Jongleur im Kino / Ein Sommernachtstraum"
von Franz Fühmann
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Es ist ein Leben der Extreme, die Franz Fühmann geführt hat. Geboren 1922 als Apothekersohn im sudetendeutschen
Rochlitz wuchs er streng katholisch auf, wurde dann glühender Anhänger der Sudetenfaschisten und trat nach dem Anschluss
des Sudetenlandes an das Deutsche Reich 1938 der Reiter-SA bei. Er zog für Hitler in den Krieg und geriet 1945 in sowjetische
Gefangenschaft. In einr Antifa-Schule wurde er zum begeisterten Stalin-Anhänger umerzogen, kehrte 1948 nach Ostdeutschland
zurück und war bis in die 1960er-Jahre einer der Autoren, auf die sich die SED blind verlassen konnte.
Fühmann blieb jedoch die Kluft zwischen den Idealen und der Wirklichkeit des sozialistischen Staates nicht verborgen: in den
folgenden Jahren entwickelte er sich „zu einem der klügsten und konsequentesten literarischen Kritiker der DDR“, wie der
Literaturkritiker Uwe Wittstock schrieb. 1976 gehörte er zu den Erstunterzeichnern eines Protestbriefes gegen die Ausbürgerung
von Wolf Biermann und in seinem Testament verfügte er, dass kein offizieller Vertreter des DDR-Regimes bei seiner Beerdigung
reden dürfe. Dem Vorsitzenden des Schriftstellerverbandes Hermann Kant verbot er sogar ausdrücklich die Teilnahme. Er starb 1984 an Krebs.
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10. Juli 2009 - Forsthaus Willroda
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Jens-Paul Wollenberg
(Vortragskünstler aus Leipzig
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"Die Räuber. Eine szenische Lesung"
von Friedrich Schiller
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»Dear Mister Shakespeare, Sir,
ich, Karl Moor, möchte Ihnen eine Geschichte, eine wahre Geschichte, meine Geschichte erzählen, jetzt, da ich
im Kerker liege und auf das Schafott warte. Die Geschichte kann ich nur fragmentarisch darstellen und ich kann
sie nur von drei Personen erzählen, von drei handelnden Personen - von Franz, meinem Bruder, und von Spiegelberg,
meinem Weggenossen, und von mir. Ich erzähle von ihren Leidenschaften und deren Auswirkungen, denn erst jetzt kann
ich die miteinander verwobenen Schicksalsfäden erkennen, das Handeln beschreiben und im Nachhinein werden die Unfreiheiten
und die Engstirnigkeiten des Daseins und die Unveränderlichkeit des Seins deutlich. ...«
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18. Juni 2009 - Schloss Molsdorf
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Katrin Heinke
(Schauspielerin aus Erfurt
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"Stolz und Vorurteil"
von Jane Austen
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Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Austen ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit:
die von den Eltern arrangierte Ehe. Erzählt wird die Geschichte Elizabeths, der zweitältesten von fünf
unverheirateten Töchtern der Familie Bennet, deren Mutter stets darauf bedacht ist, geeignete Heiratskandidaten
für ihre Töchter heranzuziehen. Sie wählt den neu in die Nachbarschaft gezogenen reichen Junggesellen Mr. Bingley
als möglichen Ehemann für die älteste Tochter Jane aus. Die erste, die einen Heiratsantrag erhält, ist jedoch
Elizabeth: Sie lehnt den Antrag von Mr. Collins, einem Pfarrer, ab, woraufhin dieser Elizabeths Freundin Charlotte
Lucas ehelicht. Auch Mr. Darcy, ein Freund Bingleys, macht Elizabeth einen Antrag, den sie ebenfalls ablehnt. Auf dem
Landsitz der Darcys treffen Elizabeth und Darcy erneut zusammen und kommen sich erst nach vielen Verwicklungen näher.
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16. Mai 2009 - Katholische Pfarrkirche St.Nicolai und Jacobi (Schotten)
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Ulrich Pleitgen
(Schauspieler aus Hamburg
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"Grube und Pendel / Die Maske des roten Todes / Der Rabe"
von Edgar Allan Poe
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Wer immer sich am wohligen Schauer des Grauens berauschen möchte, kommt an den Geschichten Edgar
Allan Poes nicht vorbei. Die einzigartige Erzählkunst des großen amerikanischen Klassikers ist der Garant
für spannende Lesestunden und schlägt bis heute nicht nur Genreliebhaber in ihren Bann.
Edgar Allan Poe (1809-49) gilt als bedeutendster Vertreter der amerikanischen Romantik und als Urvater der
Kriminal- und phantastischen Literatur. Seine Kriminal- und Gruselgeschichten sind, ob als Gedicht oder Erzählung,
in besonderem Maße von seinem analytischen Scharfsinn und seinem Hang zum Makaberen geprägt und haben einen großen
Einfluss auch auf die europäische Literatur ausgeübt.
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2. April 2009 - Modehaus Papenbreer
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Detlef Heintze
(Schauspieler aus Weimar)
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"Der Mantel"
von Nikolai Gogol
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Erzählt wird die tragische und zugleich komische Geschichte von Akakij Akakijewitsch und dem Aufstieg
einer unbedeutenden zu einer bedeutenden Person. Akaki Akakijewitsch, dessen Leben bereits mit einer bezeichnenden
Namensgebung und Taufe beginnt, führt ein tristes, einsames Leben in Sankt Petersburg. Er ist mit Leib und Seele
Beamter, genauer gesagt: Kopist. Der Beruf des Abschreibens füllt sein ganzes Leben aus. Er ist davon so begeistert,
dass er sogar Lieblingsbuchstaben hat. Zeitweise arbeitet er zwar abends zu Hause weiter, aber am gesellschaftlichen
Leben nimmt er nicht teil. Von seinem Arbeitskollegen wird er nur verspottet, was er jedoch ignoriert bzw. gar nicht
wahr nimmt. Sein Leben ändert sich erst, als er beschließt, sich einen neuen Mantel zu leisten. Nach langem Sparen
(und Hungern) hält Akaki Akakijewitsch endlich seinen neuen Mantel in den Händen. Der Mantel verwandelt Akaki Akakijewitsch
sowohl äußerlich wie auch innerlich.
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12. März 2009 - Begegnungsstätte Kleine Synagoge
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Gunthart Hellwig
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Tewje der Milchmann"
von Scholem Alejchem
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Tewje, der Milchmann, beliefert in Bojberick reiche Sommergäste aus Jehupez mit Milch,
Butter und Käse. Er ist mit dem täglichen Broterwerb beschäftigt und mit einem gottgefälligen
Leben. Weil er in Not geratene wohlhabende Damen retten konnte, wird er reichlich mit Geld beschenkt,
das ein betrügerischer Spekulant durchbringt. Außer dem Geld verliert er auch alle seine sieben Töchter.
Hodel, die ihr irdisches Sein verbessern will, heiratet einen Revolutionär, mit dem sie letztendlich in
die Verbannung geht. Zeitel wählt einen armen Schneider, Chawe heiratet einen Christen. Sprinze ist ohne
Mann, aber schwanger, und nimmt sich das Leben. Bejlke macht eine gute Partie mit einem reichen Fabrikanten,
der sich seines Schwiegervaters schämt und ihn mit viel Geld zu einer Reise auf Nimmerwiedersehen nach Palästina
schickt. Das Gottesvertrauen Tewjes richtet ihn immer wieder auf, bietet ihm aber keinen Fingerzeig für eine
Verbesserung der Situation.
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10. Februar 2009 - Villa Haage im Kressepark
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Gitte Glase-Winkler
(Autorin aus Erfurt)
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"Frau Jenny Treibel"
von Theodor Fontane
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Die Berliner Kommerzienrätin Jenny Treibel, seit ihrer Heirat der wohlhabenden Bourgeoisie angehörig, lädt zum Diner.
Unter den geladenen Gästen ist Corinna, die mit Charme und Esprit die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht
zuletzt ihr Vetter Marcell verehrt sie. Ins Auge faßt Corinna an jenem Abend allerdings den jungen Leopold Treibel, den sie
der gesellschaftlichen Position wegen heiraten möchte. Als Jenny Treibel, die sich selbst für eine sentimentale Idealistin
hält, von diesen Intentionen erfährt, vergißt sie jedoch jeden Idealismus.
Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30
Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und
Erzählungen zu schreiben.
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25. November 2008 - Radisson SAS Hotel
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Susann Muhlack
(Vorleserin aus Berlin)
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"Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen"
von Selma Lagerlöf
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Auf einem kleinen Bauernhof ganz im Süden von Schweden lebt der 14jährige Nils Holgersson,
der seinen Eltern nur Kummer macht, weil er faul und bösartig ist. Eines Tages Ende März wird Nils
Holgersson zur Strafe für einen bösen Streich an einem Wichtelmann selber in ein Wichtelmännchen
verwandelt. Als sich der zahme Gänserich Martin den Wildgänsen anschließen will, die in diesen Tagen
über die Ostsee kommen und zu ihren Brutgebieten in Lappland fliegen wollen, will Nils ihn daran hindern.
Aber es gelingt ihm nicht, weil er so klein ist: Der Gänserich hebt mit Nils auf dem Rücken einfach ab.
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9. Oktober 2008 - Ehemaliger Luftschutzkeller unter St.Wigberti
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Fernando Blumenthal
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Im Westen nichts Neues"
von Erich Maria Remarque
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Erich Maria Remarques Abrechnung mit dem Krieg machte ihn 1929 schlagartig bekannt. „Im Westen nichts Neues“
wurde eines der sensationellsten Erfolgsbücher der deutschen Literatur überhaupt.
Der Roman erzählt die Erlebnisse des jungen Paul Bäumer in den Schützengräben der Westfront. Paul lernt zu überleben
und sich gegen den wirklichen Feind zu wehren - den Tod. Kurz vor Ende des Krieges verliert er diesen Kamp, "an einem
Tag, der so ruhig und so still war, dass der Heeresbericht sich auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden."
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5. September 2008 - IBB-Hotel "Zum alten Schwan"
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Olaf Müller
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Die Abderiten"
von Christoph Martin Wieland
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Die Geschichte der Abderiten gehört noch heute zu den bekanntesten Werken des Aufklärers Christoph
Martin Wieland. Dieser hatte Teile des Romans schon zwischen 1774 und 1780 in seinem „Teutschen Merkur“ veröffentlicht.
Einige deutsche Städte können den zweifelhaften Ruhm für sich in Anspruch nehmen, dass es "ihre" kleinbürgerlichen Bewohner
waren, die Wieland zum Vorbild für seine Schildbürger (griechisch: Abderiten) machte. Erfurt, wo Wieland studierte, von 1769
bis 1772 Professor für Philosophie war und in dieser Zeit im "Haus zum Alten Schwan" wohnte, gehört zweifellos dazu.
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21. August 2008 - Schloss Tonndorf
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Eckart Freiherr von der Trenck
(Schauspieler aus Weimar)
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"Das Gespenst von Canterville"
von Oscar Wilde
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„Als Mr. Hiram B. Otis, der amerikanische Gesandte, Canterville Chase kaufte, sagte ihm jeder, das
sei sehr töricht gehandelt, weil es keinen Zweifel darüber gäbe, dass dort ein Gespenst umgehe. In der
Tat hatte es Lord Canterville selbst, ein Mann von geradezu überspitztem Ehrgefühl, für seine Pflicht
erachtet, diesen Umstand Mr. Otis gegenüber zu erwähnen."
Die fortschrittsgläubige Familie Otis rückt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der modernen Technik
dem Treiben des Gespensts zu Leibe, das seitdem nichts mehr zu lachen hat.
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19. Juli 2008 - Grundmühle im Orphalgrund bei Tiefthal
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David Nathan
(Schauspieler aus Berlin)
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"Sleepy Hollow"
von Washington Irving
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Kaum dass Ichabod Crane seine Stelle als Schulmeister von Sleepy Hollow, dem Schläfertal, antritt, wird
er in die liebenswürdige und gastliche Dorfgemeinschaft am Ufer des Hudson aufgenommen. Er verliebt sich in die
Tochter des wohlhabenden Farmers Van Tassel und hofft, eines Tages den prosperierenden übernehmen zu können. Doch
hat er die Rechnung ohne Brom Bones gemacht, den lokalen Raufbold und Helden, der schon lange ein Auge auf Katharina
geworfen hat. Und dann sind da noch die unheimlichen Legenden, die sich um diesen Teil Neuenglands ranken, besonders
der des kopflosen Reiters ...
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19. Juni 2008 - Straßenbahndepot der EVAG
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Detlef Heintze
(Schauspieler aus Weimar)
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"Der Meister und Margarita"
von Michail Bulgakow
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An einem schönen Frühlingstag erscheint mitten in Moskau ein höchst sonderbarer Herr mit einem schwarzen
und einem grünen Auge und einem Stock mit schwarzem Knauf in Form eines Pudelkopfes. Er schaltet sich in ihr
Gespräch ein, tritt als ausländischer Konsultant und Spezialist für Schwarze Magie auf und gibt sich zugleich
als Zeitgenosse mal von Kant, mal von Pilatus aus.
Der Leibhaftige mischt das kommunistische Moskau auf – zusammen mit zwei Gefolgsleuten, die sich wie er selbst
allzeit in Luft auflösen können und deren einer gern die Form eines unförmigen schwarzen Katers annimmt.
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20. Mai 2008 - Alte Synagoge Erfurt
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Gunthart Hellwig
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Exodus"
von Leon Uris
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Die dramatischen Ereignisse, die zur Geburt des Staates Israel führten, bilden den Rahmen für Leon Uris'
brillantes Epos: Er erzählt die Geschichte einer amerikanischen Krankenschwester, eines jüdischen
Freiheitskämpfers und zahlreicher weiterer Menschen, die hineingerissen werden in den Kampf eines Volkes
um Freiheit und Eigenständigkeit.
Millionen von Lesern wurden durch diesen in viele Sprachen übersetzte Roman zum ersten Mal mit der größten
Tragödie unseres Jahrhunderts konfrontiert. Dem Autor ist es gelungen, die sich überstürzenden Ereignisse vor
und nachdem Zweiten Weltkrieg mit Leben zu füllen.
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3. April 2008 - Weinhandlung "la petite France"
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Christiane Weidringer
(Puppenspielerin aus Erfurt)
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"Der Zwerg Nase"
von Maxie Wander
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"In einer bedeutenden Stadt meines lieben Vaterlandes, Deutschlands, lebte vor vielen Jahren ein Schuster mit seiner
Frau schlicht und recht. Er saß bei Tag an der Ecke der Straße und flickte Schuhe und Pantoffeln und machte wohl auch neue,
wenn ihm einer welche anvertrauen mochte; doch mußte er dann das Leder erst einkaufen, denn er war arm und hatte keine Vorräte.
Seine Frau verkaufte Gemüse und Früchte, die sie in einem kleinen Gärtchen vor dem Tore pflanzte, und viele Leute kauften gerne
bei ihr, weil sie reinlich und sauber gekleidet war und ihr Gemüse auf gefällige Art auszubreiten wußte.
Die beiden Leutchen hatten einen schönen Knaben, angenehm von Gesicht, wohlgestaltet und für das Alter von zwölf Jahren schon
ziemlich groß. Er pflegte gewöhnlich bei der Mutter auf dem Gemüsemarkt zu sitzen, und den Weibern oder Köchen, die viel bei
der Schustersfrau eingekauft hatten, trug er wohl auch einen Teil der Früchte nach Hause, und selten kam er von einem solchen Gang
zurück ohne eine schöne Blume oder ein Stückchen Geld oder Kuchen; denn die Herrschaften dieser Köche sahen es gerne, wenn man den
schönen Knaben mit nach Hause brachte, und beschenkten ihn immer reichlich ..."
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13. März 2008 - Frauenzentrum Erfurt
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Angelika Hellwig
(Schauspielerin und Puppenspielerin aus Erfurt)
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"Guten Morgen, Du Schöne"
von Maxie Wander
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Wenige Monate vor ihrem frühen Krebstod im Alter von 44 Jahren veröffentlichte Maxie Wander 1977 in Ostberlin
unter dem Titel „Guten Morgen, du Schöne“ eine Sammlung nach Tonband protokollierter Selbstaussagen von Frauen
über ihr Leben. Frauen verschiedenster Schichten sprechen über ihre eigenen Erfahrungen, ihre daraus gewonnenen
Erkenntnisse und Sichtweisen, über ihre Wünsche und Träume.
„Mich interessiert, wie Frauen ihre Geschichte erleben, wie sie sich ihre Geschichte vorstellen. Man lernt dabei,
das Einmalige und Unwiederholbare jedes Menschenlebens zu achten und die eigenen Tiefs in Beziehung zu anderen zu
bringen. Künftig wird man genauer hinhören und weniger zu Klischeemeinungen und Vorurteilen neigen.“
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12. Februar 2008 - Kunsthalle Erfurt im Haus zum Roten Ochsen
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Hans-Peter Körner
(Schauspieler und Kabarettist aus Plaue)
las, sang und spielte
"Dilemma - summa summarum - dideldumm!" Ein Wilhelm-Busch-Abend jenseits von Max & Moritz
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"Hans-Peter Körner, stilgerecht gekleidet mit Brokatweste, Fliege, Frack und Melone, stellt Wilhelm Buschs Werke
exemplarisch vor und schlüpft in so manche Rolle. In der Geschichte des Dieners Schellkopf, der sich mächtig viel auf
seine Intelligenz einbildet und gerade dies ad absurdum führt, indem er dauernd Fremdworte falsch verwendet, wird die
Bühnenerfahrung des gelernten Schauspielers deutlich. Mimik und Gestik sowie das erfolgreiche Bemühen um Kontakt zum
Publikum lassen die Darstellung und die pointierte Rezitation zum Erlebnis werden."
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15. November 2007 - Einrichtungshaus Stilleben
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Olaf Müller
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Zwölf Stühle"
von Ilja Ilf & Jewgeni Petrow
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Die weltberühmte und mehrmals verfilmte Gaunerkomödie erschien erstmals 1928, allerdings verstümmelt durch die
sowjetische Zensur. Am Sterbebett seiner Schwiegermutter erfährt Ippolit Worobjaninow deren wohlgehütetes Geheimnis:
In einem von zwölf Stühlen aus dem alten Esszimmer der Familie hat sie ihre Juwelen versteckt. Wenn Worobjaninow den
Schatz findet, ist endlich Schluss mit dem armseligen Provinzdasein, welches er seit der Revolution führen muss.
Besessen von süßen Zukunftsträumen begibt sich der ehemalige Adelsmarschall und heutige Standesbeamte auf die Suche.
Schon bald begegnet er einem Konkurrenten: Väterchen Fjodor, der gewitzte Pope, hat der Sterbenden ebenfalls das Geheimnis entlockt ...
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5. Oktober 2007 - Kaufhaus Breuninger
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Franziska Schenk
(TV-Moderatorin und Eissprint-Weltmeisterin)
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"Die Schneekönigin"
von Hans Christian Andersen
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Was lange währt, wird endlich gut: die LesArten freuen sich, vor Beginn des hoffentlich schneereichen Winters
das berühmte Märchen des dänischen Schriftstellers präsentieren zu können. Darin begibt sich die kleine Gerda auf
eine abenteuerliche Suche nach Kay, ihrem besten Freund. Der ist, durch einen bösen Teufelszauber seines gesunden
Menschenverstandes und eigenen Willens beraubt, für die unterkühlte Schneekönigin entflammt, und lässt sich von ihr
in die eisigen Weiten der Finnmark entführen. Auf ihrem langen, gefahrenvollen Weg begegnet Gerda geheimnisvollen
Zauberwesen, sprechenden Tieren und Pflanzen, wilden Räubern - und einem ungeahnt mutigen zweiten Ich in ihr selbst.
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8. September 2007 - Erfurter Hof - Haus Kossenhaschen
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Ulf Annel
(Kabarettist aus Erfurt)
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"Der falsche Prinz"
von Harry Domela
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Im Herbst 1926 steigt der Deutschbalte Harry Domela, der bis dahin erfolgreich erste Gehversuche auf dem
Gebiet der Hochstapelei gemacht hatte, in Erfurt bescheiden als "Baron Korff" im "Erfurter Hof" ab. Der Hoteldirektor
hält es für ein Inkognito des Hohenzollern-Prinzen Wilhelm, des ältesten Sohns des ehemaligen deutschen Kronprinzen.
Welche Ehre. Domela wird in der feinen Gesellschaft Thüringens in schwindelnde Höhen durchgereicht: Empfänge, Theaterbesuche,
das Schlosshotel in Gotha, Autofahrten, Hasenjagden. Als endlich Zweifel aufkommen, sucht er Kontakt mit hohen
Reichswehroffizieren und verpflichtet sie, jeder Verdächtigung entgegenzutreten, entweicht aber vorsichtshalber IV. Klasse ins Rheinland.
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22. August 2007 - LAG Puppenspiel
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Martin Schink
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Kalendergeschichten"
von Bertolt Brecht
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Kalendergeschichten haben in der deutschen Literatur eine gute Tradition, die bis zu Grimmelshausens "Immerwährendem Kalender" zurückreicht.
Bertolt Brecht hat diese Tradition für unsere Zeit erneuert. Im Januar 1949 erschienen die ersten Kalendergeschichten. Brecht schrieb hierfür weder
eine Erzählung noch ein Gedicht neu, er griff auf vorhandenes Material zurück. Die „Geschichten vom Herrn Keuner“ tauchen hier erstmals auf, sind aber
wahrscheinlich auch nicht für die Sammlung geschrieben worden.
Freuen Sie sich u.a. auf den Augsburger Kreidekreis, die Geschichte von der unwürdigen Greisin, die Teppichweber von Kujan-Bulak und – natürlich – auf Herrn Keuner.
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19. Juli 2007 - Steuerkanzlei Röhn
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Gitte Glase-Winkler
(Autorin aus Erfurt)
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„Lieber Rainer!“ - „Du wunderbare Marina!“ Der Briefwechsel zwischen Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke
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Ein Dichter, eine Dichterin – Königskinder: sie konnten zusammen nicht kommen. Sie schrieben einander Briefe,
wunderbare Beweise einer innigsten Beziehung.
Ein Halbgott der Dichter: Rainer Maria Rilke, umschwärmt überall, wo Menschen Verse zum Leben brauchen.
Sprühend die junge Frau, die Hölderlin und Puschkin liebte, deren Herz groß und deren Geist kühn war: Marina Zwetajewa,
heute leider viel zu wenigen bekannt.
Im ersten Teil stehen Lyrik und Prosatexte dieser bemerkenswerten Frau auf dem Programm, im zweiten Teil dann der poetische Briefwechsel.
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20. Juni 2007 - St. Michaelis, Windischholzhausen
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Gunthart Hellwig
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Die Heiden von Kummerow"
von Ehm Welk
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Ein pommersches Dorf vor dem Ersten Weltkrieg: Pastor und Lehrer geben sich redlich Mühe, die Kinder
zu gottes- und obrigkeitsfürchtigen Wesen zu erziehen. Doch die alten Bräuche aus heidnischen Zeiten sind
immer noch lebendig: zum Beispiel das verbotene Heidendöpen, das der kleine Johannes aus dem Armenhaus
gewinnt. Aber kein Mädchen will mit dem Lumpenkönig tanzen und seine Königin sein. Wenn dagegen einem
Tierquäler das Handwerk gelegt oder der alte Hirte Krischan aus dem Ort vertrieben werden soll, halten die
Kinder zusam-men und erteilen den Erwachsenen eine Lektion.
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4. Mai 2007 - Villa Festge
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Iris Renner
(Schauspielerin aus Erfurt)
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"Rebecca"
von Daphne du Maurier
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"Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley..."
Vor der Kulisse des alten englischen Herrensitzes Manderley entsteht langsam, aus der Vergangenheit auftauchend, das
Bild jener geheimnisvollen Rebecca, deren Schatten einer großen Liebe zum Verhängnis zu werden droht.
"Rebecca" ist ein Generationenbuch, dessen Popularität einzig mit "Vom Winde verweht" vergleichbar ist. Vor allem die
berühmte Verfilmung von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1940 machte die mysteriöse Geschichte zu einem Welterfolg.
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19. April 2007 - Schloss Molsdorf
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Detlef Heintze
(Schauspieler aus Weimar)
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"Der Leopard"
von Giuseppe Tomasi di Lampedusa
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„Der einzige, 1955/56 entstandene Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa erschien erst ein Jahr nach dem Tod des Autors.
Der Leopard wurde sofort zu einem internationalen Erfolg und wurde 1959 mit dem Strega-Preis ausgezeichnet. Er erzählt vom
Niedergang eines sizilianischen Adelsgeschlechts während des Risorgimento, der Einigung Italiens im 19. Jahrhundert. Lampedusa
hat mit dem Roman seiner Heimatinsel Sizilien ein literarisches Denkmal gesetzt. 1963 erhielt die Verfilmung von Luciano Visconti
in Cannes die „Goldene Palme“.
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14. März 2007 - Aula des Gutenberg-Gymnasiums
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Hans-Jürgen Schatz
(Schauspieler aus Berlin)
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"Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz"
von Jean Paul
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„Die Geschichte des Schulmeisterlein Wutz, in der gefühlvoll und heiter ein armseliges, aber glückliches
Leben erzählt wird, gehört zu den schönsten Dichtungen in deutscher Sprache“, schreibt der Schriftsteller
Günter de Bruyn zur Hörbuch-Fassung von Hans-Jürgen Schatz. „Noch besser als beim leisen Lesen erschließt
sich die Schönheit von Jean Pauls Sprache beim Hören. Weder des Lächelns noch der Tränen sollte man sich
dabei enthalten oder gar schämen.“
Die fiktionale Biographie des naiven, in Geist und Geld eingeschränkten Sonderlings Wutz, Schulmeisterlein in
Auenthal und enzyklopädischer Textproduzent, folgt den sieben Lebensstationen ihres Protagonisten, um anfänglich
auf das Ende zu blicken. Stetig zwischen humoristisch-ironischer Distanz und verklärender Idylle taumelnd, schweift
der Erzähler um die Fixpunkte und Insignien des schulmeisterlichen Lebens.
Copyright Foto: Carsten Kobow
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15. Februar 2007 - Zentralredaktion der Thüringer Allgemeinen
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Olaf Müller
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Die kleine Weltlaterne"
von Peter Bamm
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Der deutsche Arzt, Schriftsteller und Journalist Peter Bamm wurde vor allem mit seinen Texten für
die Feuilletons Berliner Tageszeitungen bekannt. In ihnen erzählt er mit einem angeborenen Vergnügen
an allen nachdenklichen, heiteren und denkwürdigen Begebenheiten ein ganzes Universum voll kleiner
Geschichten und Anekdoten: Über die Anhänglichkeit an einen alten Hut; über die Albernheit, über Landleben
und Jägerlatein, über Rockefeller und Konfuzius, Maharadschas und Millionäre. Jede Erzählung ist ein
kleines Meisterwerk, ein funkelndes Licht in Bamms „kleiner Weltlaterne“.
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07. Oktober 2006 - Schlosskirche Molsdorf
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Ulrich Pleitgen
(Schauspieler aus Hamburg)
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"Candide oder Der Optimismus"
von Voltaire
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Es ist ein Parforceritt um die halbe Welt, die der uneheliche Fürstenspross Candide auf sich nimmt, um die große Liebe
seines Lebens zu erobern. Dabei stellt sich der Spießrutenlauf, den er am Beginn seiner Abenteuer erdulden muss, noch als
vergleichsweise harmlos heraus. Zusammen mit seinen Weggefährten, der geliebten Kunigunde, seinem Lehrer Pangloss, einer
Papsttochter und vielen anderen ist er einem Dauerhagel von Widrigkeiten, Schrecklich- und Schlechtigkeiten ausgesetzt.
Einzig der Glaube, dass alles auf der Welt auf das Beste eingerichtet sei, lässt ihn den Mut nicht verlieren.
„Alles, was ist, ist richtig und gut“: so lautet der optimistische Lehrsatz der Philosophen Leibnitz und Pope, der die
europäische Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zur besten aller möglichen Welten erklärte. Als dann am 1. November 1755,
dem Allerheiligentag, das große Erdbeben von Lissabon mehr als 30.000 Menschen in den Tod riss, und ein Jahr später der
Siebenjährige Krieg ausbrach, hielt es der französische Philosoph und scharfzüngige Satiriker Voltaire für an der Zeit,
dieser These vehement zu widersprechen. Das Ergebnis war der 1759 erschienene philosophische Kurzroman „Candide oder Der
Optimismus“, der sofort von einem großen Leserpublikum bejubelt wurde.
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08. September 2006 - Jacques' Weindepot, Polizeidirektion und Andreas Kavalier
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Ulf Annel, Reinhard Friedrich und Olaf Müller
(Schauspieler aus Erfurt)
lasen
beim Themenabend "Nüchtern betrachtet"
Texte von Michalkow, London, Ludwig und anderen
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Genau fünf Jahre nach seiner Gründung präsentiert der Erfurter Literaturverein am 8. September 2006 die bisher
aufwändigste Veranstaltung seiner Vereinsgeschichte. Zusätzlich zu den regulären monatlichen Lesungen lädt der Verein
mit „Nüchtern betrachtet“ zum ersten LesArten-Themenabend, der sich an drei über die Stadt verteilten Orten literarisch-
musikalisch dem Thema Alkohol nähert.
Getreu dem Motto „Das Wort sucht sich den Ort“ haben die Schauplätze des Abends mit dem Konsum geistiger Getränke und den
Folgen übermäßigen Alkoholgenusses zu tun: der Weinladen Jacques’ Wein-Depot in der Steigerstraße, die Gaststätte Andreas
Kavalier in der Andreasstraße und die Polizeidirektion Erfurt am Domplatz. Die Erfurter Schauspieler Ulf Annel, Reinhard
Friedrich und Olaf Müller lesen Texte u.a. von Sergej Michalkow, Jack London und Rolf Ludwig, musikalisch unterstützt vom
Erfurter A-Cappella-Quartett „Fracksausen“ und der Jazz-Swing-Band „Take Two“. Für den Transport zwischen Steigerstraße
und Domplatz steht eine eigens für den Abend gemietete LesArten-Straßenbahn bereit.
Die Idee, einen Themenabend mit verschiedenen Schauplätzen zu organisieren, gab es schon seit geraumer Zeit, scheiterte in
der Vergangenheit jedoch immer wieder am organisatorischen und vor allem materiellen Aufwand. Im letzten Jahr wurde jedoch
die in Halle ansässige Kulturstiftung des Bundes auf den kleinen Verein und seine Arbeit aufmerksam und bot an, das
Sonderprojekt finanziell zu unterstützen.
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10. August 2006 - Aussichtsturm der Cyriaksburg auf der ega
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Gunthart Hellwig
(Schauspieler aus Erfurt)
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"Die Sterntagebücher"
von Stanislav Lem
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Als Stanislaw Lem im März 2006 im Alter von 84 Jahren starb, verlor die literarische Welt einen der größten Autoren
anspruchsvoller Science-Fiction. Der Erfurter Literaturverein erinnert in seiner August-Ausgabe der LesArten an den
polnischen Schriftsteller, Philosophen und Essayisten mit der Lesung der „Sterntagebücher“ auf dem Aussichtsturm der
Cyriaksburg auf der ega.
Mit dem Erzählzyklus über die Erlebnisse des Weltraumfahrers Ijon Tichy, eines kosmischen Münchhausens der künftigen
Jahrhunderte, ist Stanislaw Lem ein literarisch großer Wurf geglückt: Paradox, einfallsreich, sprühend vor Ideen, hat Lem
konventionelle Methoden von Satire und Allegorie übernommen und sie parodistisch gegen die Science-Fiction gekehrt. Lem
schickt den Leser tief in die Zukunft, treibt dort ein höhnisch-launisches, scharfsinnig erfinderisches Spiel und holt ihn
dann wieder belehrt auf die Erde zurück.
Tichy, nie verlegen, besucht die kuriosesten Staatswesen der Galaxis, geht auf Kulupenjagd, korrigiert die Vergangenheit,
besteht den Kampf mit räuberischen Riesenkartoffeln und den noch schwereren mit sich selbst, erschafft zeitreisend durch
verrückte Experimente Marskanäle und erzählt herzerfrischend wahnwitziges Zeug über die eigene Abkunft. Ins Spiel der
freien Phantasie mischen sich jedoch ernste philosophische Spekulation und politische Anspielung.
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06. Juli 2006 - Forsthaus Willroda
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Werner Dieste
(Direktor des MDR-Landesfunkhauses)
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"So zärtlich war Suleyken"
von Siegfried Lenz
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Es gibt wohl kaum eine eindrucksvollere Geschichte über die Macht des Lesens und der Literatur als die des
Großväterchens Hamilkar Schaß, der mit dieser Kunst eine ganze Räuberbande in die Flucht stieß und das kleine masurische
Dörfchen Suleyken vor der sicheren Brandschatzung bewahrte. Und selten kam der Zusammenhalt eines Dorfes besser zum
Ausdruck als bei der Reise nach Oletzko, bei der das gesamte Dorf auf den Markt fuhr, um einen der ihren beim Kauf eines
Kilochen Nägel nicht allein in der Fremde zu lassen. Seit mehr als einem halben Jahrhundert bevölkern die Abromeits,
Karnickels und Puchs nun die deutsche Literaturlandschaft und haben doch nichts von ihrem Witz und ihrer Hintergründigkeit
verloren.
Man könne sich in Masuren nicht mit großen Namen brüsten und da der Landstrich, resümiert der Autor Siegfried Lenz, „im
Rücken der Geschichte lag“, schöpfen die Erzählungen ihren Charme aus der Originalität und jener „unterschwelligen
Intelligenz“ des masurischen Menschenschlags, mit einer „Seele, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue gehörte und
schwerfällige Tücke, tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld“.
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08. Juni 2006 - Friedenspulvermagazin Nr. 5 auf dem Petersberg
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Eckart Freiherr von der Trenck
(Deutsches Nationaltheater Weimar)
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"Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk"
von Jaroslav Hašek
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Das wohl berühmteste Buch der tschechischen Literatur ist untrennbar mit dem Lachen verbunden: Man lacht über die
Naivität des Protagonisten, über seine Einfältigkeit und seine absurde Sprachkomik. Aber so blöde ist der Schwejk nicht,
auch wenn es ihm amtsärztlich attestiert wurde. Der Schwejk hat vielmehr etwas Anarchistisches, Subversives an sich. Er hat
Witz und Phantasie – und er ist es, der die Komik des ganzen kriegsgeilen Geschehens demaskiert. Dem „kleinen Mann“ gelingt
es, sich in der Maske des Narren, des Dummkopfs durchzumogeln und als Bursche des Oberleutnant Lukáš den Ersten Weltkrieg
zu überleben. Gleichzeitig werden durch seine Strategien k.u.k. Patriotismus und Militärfetischismus der Lächerlichkeit
preisgegeben. Durch diese geniale Mischung entstand eine Satire auf den Militarismus, die heute aktueller denn je ist.
„Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ ist der bekannteste Roman von Jaroslav Hašek. Der Ur-Schwejk erschien bereits
1917, in tschechischer Sprache. Der Prager Schriftsteller schrieb in seiner Sprache, während die k.u.k-Monarchie seine
Nation kulturell und politisch unterdrückte. Internationale Anerkennung fand der Roman erst durch die deutsche Übersetzung
von 1926/27. Danach war sein Siegeszug nicht mehr zu stoppen. Der Stoff wurde unzählige Male verfilmt und auf die Bühne
gebracht.
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16. Mai 2006 - Theater "Die Schotte"
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Reinhard Friedrich
(Schauspieler, Erfurt)
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"Mephisto. Roman einer Karriere"
von Klaus Mann
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Stefan Zweig brachte es auf den Punkt: „Ach, es hilft nichts, dass Sie auf der letzten Seite liebenswürdig schwindeln,
es handele sich nicht um reale Personen! Man erkennt sie doch und man erkennt, was wichtiger ist, die ganze Zeit in ihren
Übergängen und Spannungen“, schrieb er 1936 an Klaus Mann, nachdem er sein neuestes Werk „Mephisto. Roman einer Karriere“
gelesen hatte. Und in der Tat klangen alle Verteidigungsversuche des Autors, er hätte in „Mephisto“ nur eine allgemeine
Geschichte über Anpassung und Widerstand, Karrieredenken und künstlerische Moral geschrieben, etwas halbherzig. Denn noch
kurz vorher bezeichnete er seinen „Mephisto“ als ein „richtig gemeines Buch, voll von Tücken, wie es eigentlich nur ein
Mensch mit schlechtem Charakter schreiben kann.“
Als der Roman im Oktober 1936 erschien, machten sich viele Leser sofort daran, alle realen Personen hinter den fiktiven
Namen zu entdecken: die Schriftsteller Gottfried Benn und Carl Sternheim, den Theaterguru Max Reinhardt, die Schauspielerin
Elisabeth Bergner, seine Schwester Erika Mann und viele andere prominente Zeitgenossen. Aber es war vor allem die Gestalt
des Hendrik Höfgen, die die Gemüter erregte und die unverkennbar die Züge von Gustav Gründgens trug, dem Schauspieler,
Staatstheaterintendanten und – ehemaligen Schwager von Klaus Mann! Gründgens und seine Erben waren es dann auch, die nach
dem Krieg das Erscheinen des Buches in Westdeutschland zunächst verhinderten und später ganz verbieten ließen. Erst 1981
setzte sich der Rowohlt Verlag über das Verbot aus dem Jahre 1966 weg.
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20. April 2006 - Gartencenter "Blühendes Borntal" der Fa. Chrestensen
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Susann Muhlack
(Literamus, Berlin)
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"Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage"
Ein literarischer Streifzug durch die Welt der Gärten
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Das speziell für die LesArten zusammengestellte Programm „Der Garten ist der Luxus unserer Tage …“ der Berlinerin Susan
Muhlack verspricht, genau das Richtige für den literarisch interessierten Gartenfreund zu werden. Werke u.a. von Wilhelm
Busch, Karl Foerster, Goethe, Hermann Hesse, Hugo von Hofmansthal, Arthur Miller und Erwin Strittmatter stimmen ein auf den
Frühling und ein schaffens-reiches Jahr zwischen Blumenrabatten und Erdbeerbeeten.
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22. März 2006 - Bundesarbeitsgericht
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Christoph Schmitz-Scholemann
(Richter am Bundesarbeitsgericht)
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"Die Panne"
von Friedrich Dürrenmatt
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Eine gerade „noch mögliche Geschichte“ nannte Friedrich Dürrenmatt seine Erzählung über die letzten Stunden des Alfredo
Traps. Zunächst ist es nur eine Autopanne, die den Handelsreisenden in einem kleinen Dorf in den Schweizer Bergen aufhält
und ihn zum Übernachten in einer abgelegenen Villa zwingt. Aus Langeweile und Neugierde willigt er ein, sich dem
allabendlichen Gerichtsspiel einer Gruppe von pensionierten Richtern, Staatsanwälten und Strafverteidigern als Angeklagter
zur Verfügung zu stellen. Beseelt von bestem Essen und in Stimmung gebracht durch erlesene Tropfen stürzen sich die fünf
Männer in eine aberwitzige Verhandlung. Auch die Beteuerung des Angeklagten, er habe in seinem Leben noch nichts Unrechtes
getan, ficht die Mitspieler nicht an: Eine Schuld werde sich schon finden lassen. Der Abend endet für die Herrenrunde in
einer weitaus größeren Panne …
„Ich halte ‚Die Panne’ für eine der besten deutschen Erzählungen nach 1945“, schrieb Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki
über die 1955 zunächst als Hörspiel und ein Jahr später als Erzählung veröffentlichte Geschichte. Friedrich Dürrenmatt ist
mit dieser Parabel um Schuld und Gerechtigkeit ein zeitlos aktuelles Werk der Literatur gelungen.
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02. Februar 2006 - Thüringer Staatskanzlei
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Detlef Heintze
(Deutsches Nationaltheater Weimar)
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"Die Harzreise"
von Heinrich Heine
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„Ich bin neugierig, wie viel Tannenbäume mir die Censur auf dem Oberharze streichen wird“, schrieb Heinrich Heine Ende
1825 in einem Brief. Er sollte Recht behalten, denn als wenige Wochen später „Die Harzreise“ in einer Berliner Zeitschrift
erschien, hatten die hatten die preußischen Behörden ganze Arbeit geleistet und den Text gehörig zusammengestrichen.
Als jedoch die unzensierte Fassung im Frühjahr 1826 bei Campe in Hamburg erschien, bescherte „Die Harzreise“ ihm seinen
ersten großen Erfolg.
„Die Harzreise“ entstand im Jahre 1824, unmittelbar im Anschluss an eine Fußwanderung, die Heine von Göttingen aus in den
Oberharz unternahm. Warum diese scheinbar harmlose Reisebeschreibung den Argwohn der Literaturwächter erregte, ist unschwer
zu erkennen. Hinter den vermeintlich harmlosen Anekdoten und Anspielungen verbirgt sich eine intensive Auseinandersetzung
mit den politischen und gesellschaftlichen Problemen der Zeit. Als 1835 der Deutsche Bundestag alle seine Schriften, auch
alle zukünftigen, verbot, lebte der Schriftsteller schon vier Jahre in seinem Pariser Exil. Am 17. Februar 1856 starb er,
an Rückenmarksschwindsucht erkrankt, in Paris und wird auf dem Pariser Friedhof Montmartre beigesetzt.
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20. Oktober 2005 - Grand Hotel am Dom
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Romy Gehrke
(Mitteldeutscher Rundfunk, Erfurt)
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"Menschen im Hotel"
von Vicky Baum
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Es sind ganz unterschiedliche Menschen, deren Lebenswege sich zufällig im Berliner »Grand Hotel« kreuzen: die alternde
Ballerina Grusinskaja, die ihr Bühnencomeback vorbereitet, der Hochstapler Baron Gaigern, der es auf Grusinskajas Perlen
abgesehen hat, der todkranke Buchhalter Kringelein, der sich die letzten Tage seines Lebens versüßen lassen will, die
lebenslustige und abgebrannte Sekretärin Flämmchen und der Unternehmer Preysing, der kurz vor dem Ruin steht und verzweifelt
nach einem Ausweg sucht. Keiner von ihnen wird das »Grand Hotel« so verlassen, wie er es betreten hat …
Es ist vor allem der 1929 erschienene Roman »Menschen im Hotel«, der der österreichischen Bestseller-Autorin Vicky Baum
einen Platz in der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts sicherte. Gilt er doch das erste Werk, welches das Muster des
Gruppenromans – das scheinbar zufällige Zusammentreffen vollkommen unterschiedlicher Menschen und deren Verstrickungen an
einem Ort für eine begrenzte Zeit – einem breiten Lesepublikum vorstellte. Verfilmt mit Greta Garbo und in mehr als 20
Sprachen übersetzt begründete der Roman Vicki Baums Weltruhm als Autorin gehobener Unterhaltungsliteratur mit
gesellschaftskritischem Tiefgang.
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22. September 2005 - Synagoge der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen
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Frank Hiddemann
(Evangelische Akademie Thüringen)
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"Der Golem"
von Gustav Meyrink
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Ein namenloser Erzähler, zu Besuch in Prag, fällt in seinem Hotelzimmer nach der Lektüre eines Buchs über das Leben des
Buddha Gotama in einen unruhigen Halbschlaf. Sein schwindendes Bewusstsein entlässt ihn in einen Traum, in dem er sich als
der Gemmenschneider Athanasius Pernath im geheimnisvollen Labyrinth des Prager Gettos wiederfindet. In dessen gespenstischer
Atmosphäre voller Liebe und Leidenschaften, Intrigen, Hass und Verbrechen, Angst und Grauen begegnet „Pernath“ dem Golem,
der als Doppelgänger des Menschen erscheint. Als der Erzähler wieder erwacht, findet er einen verwechselten Hut mit dem
Namen Athanasius Pernath. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er weitere Spuren des Geträumten in der so genannten
Wirklichkeit.
Der Golem wurde eines der Erfolgsbücher seiner Zeit. Dies liegt gewiss nicht nur an der effektvollen Kombination spektakulärer
und rätselhafter Motive oder an der geschickten Balance zwischen »hoher« und »trivialer« Literatur. Unverkennbar war bei
den Zeitgenossen von Meyrink, deren gesicherte Ordnung im Ersten Weltkrieg zusammenbrach, ein ausgeprägtes Bedürfnis nach
Heilsbotschaften und Erlösungsversprechen aller Art vorhanden.
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18. August 2005 - Pfarrsaal von St. Wigbert
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Peter Matheis
(Pfarrer, Erfurt)
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"Don Camillo und Peppone"
von Giovanni Guareschi
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Der Roman, eine Folge von selbstständigen, räumlich und zeitlich voneinander getrennten Episoden,
spielt in der kleinen Welt, einem Dorf irgendwo in der Po-Ebene. Der eigensinnige Pfarrer Don Camillo
und der ebenso starrköpfige kommunistische Bürgermeister Peppone bestimmen mit ihrem täglichen Kleinkrieg
um die Gunst ihrer Mitbürger das Geschehen. Wenn Don Camillo die Kommunisten wieder einmal etwas zu hitzig bekämpft hat,
ruft ihn Jesus vom Kruzifix der Kirche aus im Zwiegespräch zur Ordnung. Zerknirscht muss sich Don Camillo den göttlichen
Ratschlägen beugen - oder er nutzt sie geschickt zu seinem Vorteil aus. So verhärtet die ideologischen Fronten auch sein
mögen, Guareschis Kontrahenten sind gutmütige Dickschädel. Im Notfall eilen der Kommunist und der Katholik einander -
wenn auch widerstrebend - zur Hilfe. Die Konflikte zwischen den beiden Protagonisten werden letztlich stets bei einem Glas
Rotwein überwunden.
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20. Juli 2005 - Café Weißbach in Tiefthal
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Ulf Annel
(Schauspieler & Kabarettist, Erfurt)
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"Lady Chatterley's Lover"
von D.H. Lawrence
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Die Ehe von Clifford Chatterley, der im Weltkrieg zum Krüppel wurde, und der jungen, schönen Connie ist inhaltslos geworden.
Er steckt seine ganze Lebensenergie in ein Kohlebergbau-Unternehmen, und sie - eine lebensfreudige Frau - wird innerlich haltlos,
kann sich aber nicht von ihrem Mann lösen. Doch als ihr Oliver Mellors begegnet und sie mit ihm eine erfüllte Liebe erlebt, ist
sie bereit, zu dieser unstandesgemäßen Liebesbeziehung zu stehen und die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, auf sich zu nehmen.
Ein Buch als Verteidigung der Sinnlichkeit und Natur gegen Industrialisierung und Konventionen - der Roman einer 'amour fou', die stärker
ist als alle Klassengegensätze.
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15. Juni 2005 - Festungsbäckerei auf dem Petersberg
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Reinhard Friedrich
(Schauspieler, Erfurt)
las
"Die gläserne Zelle"
von Patricia Highsmith
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Für Philip Carter ist die Strafe vor dem Verbrechen gekommen: Man hat ihn für eine Unterschlagung verurteilt, die er nicht begangen hat.
Im Gefängnis ändert sich Carters Charakter: Aus einem gutmütigen, fröhlichen Menschen wird ein kalter, undurchschaubarer Mann. Als Carter
nach sechs Jahren entlassen wird, beherrscht er die Spielregeln der Welt perfekt ...
"Diese ausgezeichnete Widerspiegelung wirklicher Verhältnisse gehört wahrscheinlich zum Besten an amerikanischer Gegenwartsliteratur." (Neue Wiener Bücherbriefe)
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12. Mai 2005 - KOWO Central
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Ulrike Knobloch & Petra Schmidt-Schaller
(Schauspielerinnen, Weimar)
lasen
"Franziska Linkerhand"
von Brigitte Reimann
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Die junge Architektin Franziska Linkerhand geht nach dem Studium nach Neustadt, um hier am Neubau von Wohnungen
und einem Zentrum für die aufstrebende Industriestadt mitzuwirken. Rasch geraten ihre hochfliegenden Vorstellungen
von einer innovativen, humanen, ästhetisch anspruchsvollen Architektur in Konflikt mit der nüchternen Realität im
Planungsbüro. Franziska ist nicht der Typ, der schnell aufsteckt, und sie scheut keine Auseinandersetzungen. Aber
auch die Beziehung zu Ben, ihrem zynischen Geliebten ist kompliziert, und Franziska beginnt zu ahnen, daß sie scheitern könnte.
Der Roman zeigt ein illusionsloses und authentisches Bild der DDR der 60er Jahre.
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14. April 2005 - RAe Spilker & Coll.
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Peter Sodann
(Schauspieler und Intendant, Halle)
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aus den Abenteuern des Sherlock Holmes
"Das gefleckte Band"
von Arthur Conan Doyle
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Die meisten der Geschichten folgen dem gleichen Handlungsgerüst. Klienten, die Holmes in seinem Domizil in der Baker
Street 221 b aufsuchen, erhalten zunächst eine Kostprobe seiner genialen Deduktionskünste. Dann nimmt sich der Gentlemandetektiv,
gegebenenfalls auch ohne Honorar, der Sache seiner Klienten an, ermittelt auf eigene Faust und löst den Fall. In der Schlussszene
erläutert Holmes dem perplexen Dr. Watson seine Methode, eine Mischung aus profundem forensischem Wissen und kühler logischer
Kombinatorik. Holmes neigt in seinem persönlichen Verhalten zum Exzentrischen, wenn er etwa mit seiner Pistole die Initialen der
Königin in die Wand schiesst; er ist ein frauenfeindlicher Dandy, tüchtiger Sportsmann und begabter Geigenspieler und vor allem
ein moderner Grossstadtbewohner, der es sich leisten kann, nur selten zu arbeiten und sich die Langeweile mit Opium und Kunstgenuss
vertreibt. In Dr. Watson hat er einen verlässlichen Freund und Helfer, der sich als Chronist der Abenteuer seines Freundes betätigt.
In dem durchschnittlichen Helden findet der Leser eine Identifikationsfigur, die dem genialen Detektiv all jene Fragen stellt, die
auch dem Leser auf der Zunge liegen.
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24. März 2005 - Aquarium am Nettelbeckufer
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Gunthart Hellwig
(Schauspieler, Erfurt)
las
"20.000 Meilen unter dem Meer"
von Jules Verne
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Der Roman über Kapitän Nemo, einen Menschen rätselhafter Herkunft, einen kultivierten Wissenschaftler
und Ingenieur, der mit einer kleinen Schar Getreuer auf einer abenteuerlichen Reise in seinem Riesen-U-Boot
"Nautilus" die Weltmeere unterquert, gehört zu den immer wieder zitierten Meisterwerken von Jules Verne.
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24. Februar 2005 - Naturkundemuseum Erfurt
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Andreas von Rothenbarth
(Märchenerzähler, Erfurt)
las
"Bergkristall"
von Adalbert Stifter
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Konrad und Sanna gehen am Tag vor Weihnachten von ihrem abgelegenen Bergdorf ins dahinterliegende Tal,
um die Großmutter zu besuchen. Das Wetter ist schön, und der Gang ist ihnen vertraut. Auf dem Heimweg
aber beginnt es plötzlich heftig zu schneien: sie verlieren die Orientierung und suchen in einer Eishöhle
Zuflucht. Das ganze Dorf bricht zur Suche auf und rettet die Kinder.
Die rührende Erzählung erschien 1845 in der 'Wiener Zeitung' unter dem Titel: 'Der heilige Abend', 1852/53
in seiner Sammlung 'Bunte Steine' als 'Bergkristall' und 1864 in einer illustrierten Sonderausgabe als
'Der Weihnachtsabend'.
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20. Oktober 2004 - Erfurter Michaeliskirche
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Stefan Wey und Barbara Wurster
(Schauspieler, Weimar)
lasen aus dem Alten Testament
"Das Hohelied Salomo"
An der Orgel: Andrea Malzahn
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Eine alte Geschichte: Sehnsucht, Glück, Verzweiflung, die Begeisterung für die Schönheit des Menschen,
den man liebt: Kein anderes Thema ist so zeitlos, kein anderes packt jeden, früher, später. Das Hohelied -
für viele der schönste Text der Bibel.
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16. September 2004 - Lesung in der Schloßkirche Molsdorf
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Olaf Müller
(Schauspieler, Erfurt)
las aus den Nachtigallengeschichten
"Meine Freundin Tina Babe"
von Erwin Strittmatter
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Erwin Strittmatter, einer der großen Romanciers der deutschen Nachkriegsliteratur, legt mit diesen Nachtigall-Geschichten
keine literarische Leichtkost vor, wie der Titel vermuten könnte. Die fast fabelhaften Geschichten sind vielmehr das Ergebnis
jahrzehntelangen Nachdenkens und Schreibens. Keine heile Kinderwelt baut Strittmatter vor dem Leser auf. Heiter und gelassen
versucht er Poesie des Alltags zu vermitteln. Doch die Heiterkeit und Gelassenheit hat hier nichts mit Naivität zu tun,
aus dieser bezaubernden Kurzprosa spricht Lebensweisheit und immer wieder Staunen über die Schönheit der Natur. Trotz Fabulierlust
und Poesie verläßt Strittmatter aber niemals die Realität.
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26. August 2004 - Lesung in der Dresdner Bank
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Ilka Teichmüller
(Schauspielerin, Berlin)
las
"Momo"
von Michael Ende
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Eine gespenstische Gesellschaft "grauer Herren" ist am Werk und veranlasst immer mehr Menschen,
Zeit zu sparen. Aber in Wirklichkeit betrügen sie die Menschen um diese ersparte Zeit. Als die
Not am größten ist und die Welt ihnen schon endgültig zu gehören scheint, entschließt sich Meister
Hora, der geheimnisvolle "Verwalter der Zeit", zum Eingreifen. Doch dazu braucht er die Hilfe
eines Menschenkindes. Die Welt steht still und Momo, die struppige kleine Heldin der Geschichte,
kämpft ganz allein, mit nichts als einer Blume in der Hand und einer Schildkröte unter dem Arm,
gegen das riesige Heer der "grauen Herren" - und siegt auf wunderbare Weise.
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22. Juli 2004 - Lesung im Kressepark Erfurt
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Hans-Peter Körner
(Schauspieler und Kabarettist, Plaue)
las
"Rheinsberg"
von Kurt Tucholsky
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Tucholskys erstes und unbeschwertestes Buch, ein Vorläufer von Schloß Gripsholm, erzählt
in einem undramatischen, die Prüderie der wilhelminischen Zeit schlicht ignorierenden
Tonfall von der Liebe eines Studentenpaares.
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03. Juni 2004 - Lesung in der Peterskirche auf dem Petersberg
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Heinz Rudolf Kunze
(Rockmusiker, Komponist und Poet)
las
"Die Verwandlung"
von Franz Kafka
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Im Jahre 1912 geschrieben, wurde Die Verwandlung noch zu Kafkas Lebzeiten veröffentlicht.
Ein literarisches Jahrhundertereignis. Wie nachhaltig die Wirkung noch heute ist, läßt
sich am Werk solcher Regiegrößen wie David Lynch und Polanski, um nur einige zu nennen, ablesen.
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13. Mai 2004 - Lesung in der Galerie Vostry im Radisson SAS Hotel
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Klaus Heydenbluth
(Schauspieler, Erfurt)
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"Das Bildnis des Dorian Gray"
von Oscar Wilde
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Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen
und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der
menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale
mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele.
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20. April 2004 - Lesung in der Schmuckabteilung bei Karstadt
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Anne Moll
(Schauspielerin, Hamburg)
las
"Frühstück bei Tiffany"
von Truman Capote
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Zu beschreiben, was an dieser schmalen Erzählung so reizvoll ist, es durch den Inhalt erklären zu wollen,
ist ein Ding der Unmöglichkeit. Truman Capote hat hier ein wunderbares Stück Literatur geschaffen;
die Atmosphäre im mondänen New York der letzten Kriegsjahre spürt man in jeder Zeile. Herrlich leicht und luftig,
wie ein fröhliches Musikstück mit sentimentalem Grundton. Das kann man nicht vermitteln, das muss man selber
lesen - oder sich vorlesen lassen.
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11. März 2004 - Lesung Frauenzentrum Erfurt
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Rosemarie Bechthum
(MdL, Erfurt)
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"Die Wand"
von Marlen Haushofer
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»Ein großer Bericht, dessen äußerste Einfachheit klassisches Maß erreicht. Man kann ihn
einreihen unter die Meisterwerke abendländischer Literatur.« (Hans Weigel)
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12. Februar 2004 - Lesung in der Barmer Ersatzkasse
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Detlef Heintze
(Schauspieler, DNT Weimar)
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"Dr. Shiwago"
von Boris Pasternak<
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Der Schicksalsroman um den Arzt, Wissenschaftler und Dichter Juri Shiwago
gehört zum Kanon der Weltliteratur. Boris Pasternak, geboren 1890 in Moskau, gestorben 1960
in Peredelkino, wurde mit seinem Roman »Doktor Shiwago« (1955) weltberühmt. 1958 erhielt er
für sein Gesamtschaffen den Nobelpreis.
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25. September 2003 - Lesung in der Reglerkirche
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Fernando Blumenthal
(Schauspieler, Erfurt)
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"Kuttel Daddeldu"
von Joachim Ringelnatz
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Den Kern des Gedichtbandes Kuttel Daddeldu und zugleich die Säulen des Vortragsprogramms, mit dem der Autor quer durch
Deutschland tingelte, bilden moritatenhafte Seemannslieder, in denen Kuttel von wilden Seefahrten und nicht weniger
chaotischen Landaufenthalten Bericht gibt: von Hafenkneipen und Bordellen, von der festen Braut Marie, die aus Bayern
stammt, und von seinen Kindern in aller Herren Ländern.
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20. August 2003 - Lesung in der Michaeliskirche (Kirchhof)
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Andreas Pflug
(Theater Waidspeicher)
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"Michelangelo"
von Irving Stone
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Florenz war 1475 der geistige und künstlerische Mittelpunkt der italienischen Renaissance. In diesen vor Vitalität
berstenden, von Lorenzo de Medici, dem Förderer der schönen Künste, regierten Stadtstaat wurde eines der universellsten
Genies der Menschheitsgeschichte hineingeboren - Michelangelo Buonarroti, Bildhauer, Maler, Dichter, Baumeister und Ingenieur.
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24. Juli 2003 - Lesung im Willrodaer Forsthaus
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Klaus Heydenbluth
(Schauspieler, Erfurt)
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"Rinaldo Rinaldini"
von Christian August Vulpius
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Als einer der ersten Romane, die für ein Massenpublikum geschrieben wurden, blieb Rinaldo Rinaldini in seiner Popularität unerreicht.
Vulpius wurde mit seinem Hauptwerk nicht nur zum Erfinder der modernen Trivialliteratur, sondern – inkognito – auch zum Urvater der
abenteuersüchtigen und immer am Rand der Legalität für das Gute kämpfenden Helden in Film, Fernsehen und Comics des 20. Jahrhunderts.
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26. Juni 2003 - Lesung im Bundesarbeitsgericht
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Hans-Michael Schmidt
(Theater Erfurt)
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"Berlin Alexanderplatz"
von Alfred Döblin
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Mit Berlin Alexanderplatz vollzog Döblin die radikale Abkehr vom bürgerlich psychologischen Roman. Hier wurde kein
Einzelschicksal analysiert. Das kollektive Geschehen, das Allgemeine einer menschlichen Situation erfuhr hier eine
gültige dichterische Gestaltung. Der Roman zählt zu den großen Epen unserer Zeit.
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21. Mai 2003 - Lesung im Gartenbaumuseum ega
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Kurt Peterknecht
(Buchhändler, Erfurt)
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"Das Jahr des Gärtners"
von Karel Capek
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"Obwohl "Das Jahr des Gärtners" schon 1929 erschien, hat seine Botschaft noch immer Saison. Jetzt ist es neu aufgelegt
worden, versehen mit den hinreißenden Zeichnungen des älteren Bruders Josef Capek. Bauchig und selbstzufrieden tritt uns
der Gärtner entgegen, solange ihm nicht das Wetter ins Handwerk pfuscht. Aus diesem Ringen des peniblen Helden mit dem
unberechenbaren Element erwächst Capeks Humor." FAZ
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25. April 2003 - Lesung in der Bibliothek des Augustinerklosters
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Martin Schink
(Schauspieler Erfurter Schotte)
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"Unterm Rad"
von Herrmann Hesse
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Im Bibliotheks-Saal des Erfurter Augustinerklosters fand man den wahren Ort für ein sehr sensibles Thema. Mehrere Generationen versammelten sich um den großen Tisch den Blick auf Vorleser Martin Schink, Schauspieler am Erfurter Jugendtheater Schotte, gerichtet.
Einfühlsam und gleichbleibend ruhig kam die "Geliebte Stimme" an den Grenzpunkt der Gefühle, die allen Zuhörern, schmerzlich das Geschehen am Erfurter Gutenberg Gymnasium vor Augen führte.
Hermann Hesse schickt seinen Protagonisten "Hans Giebenrath" aus einem für ihn scheinbar ausweglosen Konflikt mit der eigenen jungen Seele, in den Tod.
Bleibt nur noch zu sagen, das es wichtig ist unseren Kindern zuzuhören, sie zu lieben und Ihnen Zeit zu geben das Leben "langsam" zu erfahren.
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03. April 2003 - Lesung im Autohaus Russ & Janot
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Olaf Müller
(Theater Erfurt)
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"Mozart auf der Reise nach Prag"
von Eduard Mörike
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Durch einen Zufall werden Mozart und seine Frau auf ihrer Reise nach Prag 1787 Gäste einer gräflichen Hochzeitsfeier.
Mörike gelang mit seiner Novelle eine meisterhafte Beschwörung ländlich-aristrokratischer Geselligkeit im Rokoko und
ein lebendiges Porträt des großen Musikers.
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20. März 2003 - Lesung in der Dresdner Bank
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Hans Hoffmeister
(Thüringische Landeszeitung)
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"Warum Krieg ?"
von Albert Einstein
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Zwei Genies des Zwanzigsten Jahrhunderts diskutieren brieflich ueber die Tiefen der menschlichen Seele. Was sind die Gruende
fuer unendliche Gewalttaten und die Barbarei menschlicher Zivilisation. Warum gibt es Kriege? Und vor allem: was kann man
dagegen tun? Elegant und gut geschrieben lesen sich die verschiedenen Beitraege flott und engagiert. Ein couragiertes und
auch fesselndes Buch!
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20. Februar 2003 - Lesung im Königin-Luise-Gymnasium
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Jan Engel
(Radio F.R.E.I.)
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"Der Fänger im Roggen"
von Jerome Salinger
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Obwohl von den Kritiken eher zurückhaltend behandelt, wurde Der Fänger im Roggen bald nach seinem Erscheinen zu einem Buch,
das von der jungen Generation begeistert gelesen wurde. Bereits in den 1950er Jahren entwickelte sich der Roman zur Lieblingslektüre
der akademischen Jugend und wurde in der Folge zum meistinterpretierten Werk an US-amerikanischen Schulen und Universitäten in der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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26. September 2002 - Lesung im Keramikatelier Gabriele Steinborn
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Anke Deleiter
(Moderatorin, MDR Fernsehen)
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"Das wirkliche Blau"
von Anna Seghers
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1967 entsteht die Geschichte vom Töpfer Benito, der in seinem mexikanischen Dorf mit einer ganz speziellen blauen Lasur
seiner Arbeit ihren besonderen Glanz verleiht. Wegen des Zweiten Weltkriegs kann Benito das Blau, welches eigentlich in
Deutschland hergestellt wird, nicht mehr beziehen: Die große Politik bricht in das Leben des Künstlers ein. Benito macht
sich auf die Suche nach dem begehrten Farbstoff und reist dabei durch halb Mexiko.
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22. August 2002 - Lesung im Dreibrunnenbad
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Dr. Torsten Unger
(Moderator, MDR)
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"Der Tod in Venedig"
von Thomas Mann
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Der 50-jährige, in München lebende Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der pflichtbewusst und diszipliniert arbeitend,
sich auf der Höhe seines öffentlichen Ruhms befindet, reist, von plötzlichem Fernweh und Reiselust erfasst, nach Venedig.
In der schwül-fiebrigen Atmosphäre der Lagunenstadt verbringt er eine Reihe von Tagen in einem Zustand zunehmend aufgelöster
innerer Ordnung und Disziplin, in sinnlicher Zuneigung entflammt zu dem im gleichen Hotel logierenden polnischen Jüngling
Tadzio, bis er sich, nach einer Verlängerung seines Aufenthaltes, in dem beginnenden Ausbruch einer Cholera-Epidemie an
frischem Obst infiziert und in der Schlussszene am Meeresstrand sitzend stirbt.
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25. Juli 2002 - Lesung im Nashornhaus des Zooparks Erfurt
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Reinhard Friedrich
(Schauspieler, Erfurt)
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"Die Konferenz der Tiere"
von Erich Kästner
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"Wir werden die Welt schon in Ordnung bringen! Wir sind ja schließlich keine Menschen." Aus Wut über den Zustand der Welt
schrieb Kästner 1949 eines seiner berühmtesten Bücher. "Die Konferenz der Tiere" wurde ein leidenschaftlicher Appell für
die Rechte der Kinder, gegen Krieg un Gewalt, gegen Dummheit und Ignoranz.
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20. Juni 2002 - Lesung im Arbeitsamt Erfurt
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Fernando Blumenthal
(Schauspieler, Erfurt)
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"Kleiner Mann, was nun ?"
von Hans Fallada
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Noch vor Veröffentlichung von Bauern, Bonzen und Bomben begann Fallada 1930 mit der Arbeit an diesem Roman, der sein
erfolgreichstes Werk werden sollte. Die Schilderung der Lebenswelt des kleinbürgerlichen Angestellten, der in den
Krisenjahren nach dem Ersten Weltkrieg verzweifelt darum kämpft, der Arbeitslosigkeit zu entgehen, wurde nicht nur durch
persönliche Erfahrungen des Autors, sondern auch durch Siegfried Kracauers Studie Die Angestellten angeregt, die Fallada
1930 gelesen hatte.
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15. Mai 2002 - Lesung im Schloß Molsdorf
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Karsten Sander
(Radiomoderator, Erfurt)
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"Die klassische Sau"
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Geschichten über die süße Wollust - von Autoren, deren Namen aus der erotischen Literatur nicht wegzudenken sind, aber
auch von Verfassern, denen man solche amourösen Phantasien, sinnlichen Träume und heimlichen Wünsche gar nicht zugetraut
hätte: Frank Newman, Stephen Fry, Joachim Ringelnatz oder Guy de Maupassant.
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15. April 2002 - Lesung in der Herrenkonfektions-Abteilung des Kaufhauses Karstadt
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Thomas Bille
(Moderator, MDR Figaro)
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"Kleider machen Leute"
von Gottfried Keller
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"An einem kalten Wintertag wanderte ein armer Schneider auf der Landstraße von Seldwyla nach Goldach.Er trug in seiner Tasche
nichts als einen Fingerhut, den er immer wieder mit den steifgefrorenen Fingern drehte, um diese etwas zu wärmen. In Sedwyla
war er bei einem bösen Schneidermeister in der Lehre gewesen, schließlich aber ohne jedes Geld ausgewandert, um in der weiten
Welt sein Glück zu suchen. Jetzt war er hungrig und fror, und außer ein paar Schneeflocken hatte er noch nichts gefrühstückt."
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5. März 2002 - Lesung in der Versandhalle der Zeitungsgruppe Thüringen
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Gabriele Domschke
(Schauspielerin, Erfurt)
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"Die verlorene Ehre der Katharina Blum"
von Heinrich Böll
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Heinrich Bölls neue große Erzählung hat als Zentralfigur eine junge hübsche Frau, die durch Zufall zum Mittelpunkt der Sensationsmache
und Polithetze einer Boulevardzeitung wird und die in verblüffender unerwarteter Gegenwehr einen korrupten Journalisten erschießt.
Hier ist die Moritat von verlorener Frauenehre aktuell und emanzipatorisch gewendet: nicht wie früher büßt die Frau für die Verletzung
der Tugend, sondern sie setzt sich zur Wehr gegen ihre Verletzung durch eine lüsterne und korrupte öffentliche Meinungsmache.
Die Geschichte, die zugleich ein kleines Gesellschaftspanorama ist, wird in einem Erzählbericht rekonstruiert, der zwischen Ironie,
Witz und zärtlicher Sympathie für die Hauptfigur und ihre Freunde wechselt.
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